Bild Banner02 Infos für Imker

Auch in diesem Jahr bieten wir wieder Lehrgänge an: Zum Einen ein Kurs für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, Bienen zu halten. Hier soll es um grundlegende Dinge, wie Aufbau und Lebensweise eines Bienenvolkes, die Arbeiten im Laufe eines Jahres oder Krankheitsvorsorge und -behandlung gehen. Außerdem kommt ein neuer Kurs zum Thema Königinnenzucht hinzu. Hier wird es neben einem theoretischen auch einen praktischen Teil geben, in dem das Umlarven oder Königinnen zeichnen geübt werden soll.

    Die voraussichtlichen Termine: Anfänger-Lehrgang: 04. Mai 2014  -  Könnigenzucht-Lehrgang: 18. Mai 2014

Interessenten melden sich bitte unter: lehrgang.bienen@web.de oder per Telefon: 037297/5249. Sie erhalten dann ein Formular, mit dem Sie sich verbindlich zu den Lehrgängen anmelden können. Bitte beachten Sie, dass sich die Termine bei Nichterreichen der Mindest-Teilnehmerzahl oder bei extrem schlechtem Wetter, welches die Arbeit an den Bienen verhindert, auch noch verschieben können. Darüber werden Sie ggf. rechtzeitig informiert.

Letzte Änderung am:
Donnerstag, 10. April 2014

Vor allem 2009/2010, aber auch in den letzten Jahren, gab es wieder sehr viele Imker, die über Totalausfälle und schwache Völker klagten. Tendenz: steigend. Dass dieser Rückgang der Bienenvölker nicht mehr nur auf die Varroa Milbe zurück zu führen ist, davon sind wir überzeugt - und das haben auch schon viele Imker erkannt. Doch über die wahren Ursachen spricht keiner.

Als Landesgruppenführer des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes von Sachsen möchte ich mich bezüglich des Bienensterbens nicht nur für Berufsimker einsetzen, sondern auch für Hobbyimker - hier sollte kein Unterschied gemacht werden, denn das geht uns alle an!

Sicherlich spielen bei den Bienenverlusten der vergangenen Jahre viele Faktoren eine Rolle: Nicht nur die Varroa Milbe oder eine schlechte Überwinterung könnten als Ursache genannt werden, sondern auch das abnehmende Trachtangebot, denn von Weizen, Mais oder englischem Rasen kann keine Biene leben. Fakt ist aber auch, dass der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, egal ob bienengefährlich oder nicht, unseren Bienen kaum noch Raum für eine unbelastete Umwelt lässt.

Vorallem im letzten Jahr erreichten uns viele Anrufe von Imkern, die eine Vergiftung vermuteten oder einfach hunderte tote Bienen vor den Fluglöchern fanden. In solch einer Situation ist es wichtig, die notwendigen Schritte einzuleiten, um solche Fälle aufzuklären (siehe rechts)! Auch wenn es vielleicht nur wenige Völker betrifft, auch wenn die Untersuchung über ein Jahr dauern kann, auch wenn es angeblich keinen Sinn macht - nur mit solchen Untersuchungen können wir endlich beweisen, wie, wann und warum unsere Völker geschädigt oder gar getötet werden.

Bitte helfen Sie uns deshalb und lassen Sie uns - falls vorhanden - die Untersuchungsberichte zukommen. Wir benötigen keine Namen, lediglich den Standort der Bienen und das Ergebnis der biologischen und chemischen Untersuchung. Viele haben dies bereits getan und es ist erschreckend, in welchem Ausmaß Bienenvergiftungen auftreten und es wundert mittlerweile kaum noch, dass so viele Völker eingegangen sind. Wir haben dadurch die Möglichkeit, nicht nur durch Vermutungen, sondern mit Beweisen, Ministerien, Landwirte und Medien darauf aufmerksam zu machen, dass es uns Imker auch noch gibt - viele haben das leider vergessen oder verdrängt. Wir wollen damit nicht den Landwirten die Schuld zuschieben, sondern versuchen, einen Dialog herzustellen, von dem beide profitieren.

Wenn wir uns jetzt nicht aufraffen, wird die Bienenhaltung in den kommenden Jahren immer schwieriger und sinnloser werden. Vielen Dank!

Kontakt:

    per Post: Steffen Böhm, Fritz-Reuter-Str. 51a, 09423 Gelenau

    per Fax: 037297/49402

    per e-mail: ImkereiBoehm@t-online.de

         

Hinweise auf eine mögliche Bienenvergiftung sind:

  • krabbelnde oder bereits tote Bienen vor den Fluglöchern (Rüssel ausgestreckt, Flügel gespreitzt)
  • rasche Abnahme der Volksstärke durch Flugbienenverlust
  • stehengebliebene, abgestorbene Brut etc.

Vorgehensweise:

  • Probenentnahme (nicht erst am nächsten Tag, sondern sofort!):
    • mindestens 1000 tote Bienen (ca. 100g oder 0,5 Liter), möglichst frisch, kein Schimmel, luftdurchlässig verpackt
    • mindestens 100g Pflanzenmaterial von der mit Pflanzenschutzmittel behandelten Kultur bzw. Verdachtsfläche
  • bei der Entnahme der Proben Zeugen, Pflanzenschutzdienst oder Bienenseuchensachverständigen und Polizei hinzuziehen
  • Antragsformular ausfüllen
  • Proben und Antrag zusenden an
    • Julius-Kühn-Institut
      Bundesforschungsinstitut für Kulturflanzen
      Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen
      Messeweg 11-12
      38104 Braunschweig

Für weitere Fragen erreichen Sie uns telefonisch unter 037297/5249.